Donnerstag, 23. April 2009
Semana Santa
Dienstag, 17. Februar 2009
Ein kleiner geschichtlicher Rueckblick- Sendero Luminoso Teil 1
In Per ugab es von der Zeit 1980-2000 einen bewaffneten Konflikt bei dem ca. 70 000 Menschen ums Leben kamen. In erster Linie waren dies die aermsten des Landes also die Quechua sprechende Landbevoelkerung, die wurden Opfer von Massenmorden, Folter, Vergewaltigungen und dem "Verschwindenlassen".
Die Hauptparteinen des Krieges waren die Untergrundorganisation Kommunistische Partei Perus- Leuchtender Pfand (PCP Sendero Luminoso) und die Revolutoinaere Bewegung Túpac Amaru (MRTA). Auf der anderen Seite stand der peruanische Staat (Polizei, Militaer, Geheimdienst und die Selbstverteidigungskomitees der Landbevoelkerung).
Der Krieg ging von dem Sendero Luminoso aus, der die Ideologie ihres Fuehrers Abimael Guzmán aus. Es ging darum die bestehende Gesellschaftsordnung zu zerstoeren um anschliessend einen neues Staat nach maoistischen Grundsaetzen zu errichten. Am Anfang bedeutete dies Morde und Anschlaege auf Personen die als "Repraesentaten der bestehenden Ordung" betrachtet wurden (Polizisten, Priester, Buergermeister). Die Landbevoelkerung, die anfangs noch sypathisiert hat, geriet zwischen die Fronten, denn es wurde schnell deutlich das der Kampf nichts mit Befreiung vom Elend zu tun hat. Sendero Luminoso richtete bald seine Gewalt nicht mehr nur gegen die "Repraesentanten" sondern auch zunehmend gegen alle die nicht kooperierten mit ihnen. Es standen dagegen die Streitkraefte (Militaer, Polizei) und bald standen alle mit indigener Herkunft unter dem Generalverdacht des Terrorismus.
Am Anfang wurden die Aktionen des Leuchtenden Pfads (Sendero Luminoso), wie Verbrennung der Wahlurnen oder Attentate, Ueberfaelle auf Polizeistationen, nur als Randgeschehnisse interpretiert und hatten kaum nationale Bedeutung. Die Regierung um Belaúnde, der erste demoratische gewaehlte Praesident nach 12 Jahren Militaerdiktatur, dachte zunaechst es handele sich um ein politisches Spiel der Opposition. Durch diese Ignoranz konnte sich die Terrororganisation Sendero Luminoso im Hochland in den Regionen um Ayacucho und Huancavelica etablieren.
Ich denke das ist erstmal genung es kommt aber auch noch eine Fortsetzung.
Montag, 26. Januar 2009
Die Naza-Linien
Lena und Antonia
La bajada de reyes
Ganz anders als man es sich in deutschen Büros vorstellen kann wurde dann wild getanzt. "abajo, abajo, abajo" Es spielt dann auch keine Rolle mehr wenn man eng mit dem Chef tanzt oder der Chef total betrunken ist. Um 6 haben wir uns dann von einem betrunkenen und tanzenden Büro verabschiedet.
Es war mal wieder ein toller Einblick in die peruanische Kultur. Auch wenn wir jetzt schon 5 Monate hier leben gibt es fast keinen Tag ohne Überraschungen.
Viele Grüße Lena und Antonia
Über die Zeit in Ayacucho mit Lena, kann man sich auf Lenas Blog informieren: http://perules-08-lena.blogspot.com
wir freuen uns über Kommentare!!!!
Montag, 19. Januar 2009
Caramba!!!!
So eigentlich müssen wir darüber nicht so viel schreiben, ein kleiner Verweis auf die Seite von unserer Mitweltwärtslerin Ronja und die Sache passt. Besser kann man den Tag nicht beschreiben.
Ja die Wasserfälle...sie waren wirklich wunderschön, kann man so erahnen wenn man die ganzen Plakate so sieht. Selber haben wir dann allerdings beschlossen nicht mehr vorbei zu schauen auch unter Zeitmangel, sind leider dafür zu spät von Moyobamba aufgebrochen...Schade. Aber ich kann nur nochmal betonen wie schön sie denn auch waren!
Sind stattdessen am frühen Abend in der kleinen aber doch niedlichen Stadt Chachapoyas angekommen. Dort haben wir auf den Tipp von Ronja und Julia in einen sehr schönen Hotel direkt an der Plaza übernachtet und auch nur 20 Soles bezahlt für uns alle und wer hätte das gedacht wir hatten sogar noch ein Bett über.
Dann ging es auch schon los, sich Informationen zu besorgen für die geplante Trekking-Tour. Auch da dank an unsere mittlerweile fast profihaften Handlungskünste und der Betonung das wir doch Voluntarias sind aber wir auch „nur“ 300Soles für 3Tage und pro Person bezahlt anstatt von 360. Gut auch nicht so viel aber besser als nichts. Und schon mal im Vor raus auch wenn ihr es nicht glauben wollt, es hat sich wirklich gelohnt!
Die Trekking-Tour
Am nächsten Morgen ging’s direkt nach einem vom Hotel gesponserten Frühstück los die Karajia Sarkophage zu besichtigen. Super war gleich mal total anstrengend und eigentlich waren meine Kräfte schon vor dem Mittagessen am Ende. Es fing dann auch gleich an zu regnen und so konnten wir schon mal erahnen was uns erwartet. Das Auto mit dem wir zum Einstiegspunkt kommen sollten blieb im Matsch stecken und so sind wir dann schon 3 Stunden früher los gelaufen. Zum Glück wussten wir das zu dem Zeitpunkt noch nicht. Carlos unser Führer wollte uns unbedingt Gummistiefel andrehen aber wir sind noch so weit es ging in unseren Wanderschuhen gelaufen. Nach gefühlten Tagen kamen wir dann auch am Valle Belen an. Dort mussten wir dann ein paar Matsch-Sumpf Bäche überqueren. Zuerst mit Gummistiefeln und dann Barfuß da durch die Regenzeit der Fluss mehr Wasser hatte als sonst. Spätestens zu diesem Zeitpunkt waren wir dann auch klatschnass. Aber die Stimmung war noch gut. Das hat aber bei mir spätestens den Abbruch getan als ich hörte das es ab der Flussüberquerung nur noch 3 ½ Stunden zu laufen war und auch nur eine halbe bis dreiviertel Stunde davon ein steiler Aufstieg war. Aber was soll man machen Straße war nicht mehr in Sichtweite und irgendwie musste ich da hoch. Verdammt auf was hatte ich mich da eingelassen, ich mochte wandern noch nie und schon gar nicht den Berg hinauf! Mühsam erkämpften wir uns also den Berg und nach gefühlten 3 Stunden waren wir dann auch oben und da hieß es dann aber Vorsicht der Abstieg ist sehr gefährlich weil die Steine durch den Regen sooooo glitschig geworden sind. Also ging es dann 3Stunden wirklich steil bergab und ich übertreibe wirklich nicht wenn ich sage sehr steil. Jedenfalls gab es auf dem Weg immer mal wieder alte Mauern, besser alte Häuser. Aber es war eher ein Suchspiel in dem ganzen Gestrüpp, wer findet 3 Steine aufeinander?! Ja das war dann das alte Haus. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit waren wir jedenfalls mehr als müde in der Unterkunft.
Der zweite Tag war vom Wetter auch nicht gerade besser: schon wieder Regen...Diesmal ging es auf Maultieren und einem Pferd weiter. Wir hatten nur irgendwann die Vermutung das es sich nicht um Maultiere und Pferd handelt sondern eher Bergziegen im Pferde- und Maultierkostüm.
Nach ca.7 Stunden reiten ging es noch ca. 3Stunden weiter zu Fuß. Endlich, endlich waren wir da.
Am letzten Tag unserer Tour ging es nach Kuelap. Kuelap ist eine alte Ruinenstätte noch von vor der Inka zeit. Und nach Machu Picchu eine der großen Highlights Perus.
Freitag, 12. Dezember 2008
Weihnachtsladen. Hochzeit. Urlaub. Tokio Hotel
Dann folgt heute in einer Woche meine 2. Hochzeit. Juhu. Es bricht auch schon meine letzte Arbeitswoche an und danach ist endlich der wohlverdinte Urlaub angesagt und ich werde ein bisschen mehr von Peru sehen als nur Ayacucho und die kleinen Doerfchen in der Umgebung. Es geht nach Cusco und in die Selva nach Moyobamba und Chachapoyas, zusammen mit anderen Weltwaertsfreiwilligen.
Den groessten Schock bisher erlitt ich gestern, nicht ahnend und mit einen reinen Gewissen ging ich so die Strassen entlang, bis zu einem Laden indem Poster verkauft werden. Immernoch froehlich und nichtahnend guck ich rein und was seh ich: ein Poster von Tokio Hotel. Das kann doch wohl nicht wahr sein! Zuegig ging ich weiter und den Rest des Tages verbrachte ich tief geschockt in meinem Zimmer (gut war auch schon abends kurz vor der Schlafenzeit)



